Wie Anleger Niedrigzinsen entgehen können

Geld attraktiv anlegen trotz Nullzins
Artikel vom 10. März 2016

Die Zinsen in Europa sind aktuell historisch niedrig und beeinflussen nicht nur neue Kredite und Darlehen, sondern auch Tagesgeldkonten und Festgeldanlagen. Da die Banken nun fast zum Nulltarif Geld bei der EZB leihen können, erhalten auch Sparer nur noch Minizinsen. Hier kann es sich lohnen, die Angebote der Banken zu vergleichen und die verschiedenen Neukundenofferten der Institute zu nutzen. Wer regelmäßig wechselt, kann durchaus attraktive Renditen erreichen. Gleiches gilt bei Konten im Ausland, die ebenfalls überdurchschnittliche Zinserträge versprechen.

Die aktuelle Zinssituation in Europa


Die Europäische Zentralbank, die für die Stabilität des Euro zuständig ist, hatte sich bereits im September 2014 entschieden, den so wichtigen Leitzins auf 0,05 Prozent zu senken. Banken haben seither die Möglichkeit, Geld fast ohne Kosten zu leihen und hiermit günstige Kredite an ihre Kunden auszugeben.
Wie auf kredit-aufnehmen.de zu lesen ist, sollte hiermit die Wirtschaftsleistung in Europa gesteigert und gleichzeitig die Inflation angehoben werden. Dieses Ziel konnte bislang jedoch noch nicht erreicht werden. Im Februar 2016 war die Inflation sogar negativ, was das Risiko einer Deflation stark erhöht. Durch sie könnte sich eine Negativspirale aus sinkenden Preisen, stockenden Investitionen und steigenden Arbeitslosenzahlen bilden, wie sie beispielsweise in Japan bereits seit mehr als zehn Jahren besteht. Sogar das milliardenschwere Anleihekaufprogramm der Zentralbank, bei dem pro Monat aktuell 60 Milliarden Euro ins System gepumpt werden, scheint zu verpuffen. Viele Experten rechnen laut Handelsblatt daher damit, dass die Zentralbank auf ihrer kommenden Sitzung am 10. März neue Maßnahmen beschließen wird, um ihre Ziele endlich zu erreichen.

 

Das Zinsniveau wird längerfristig niedrig bleiben

 

Auch wenn die Europäische Zentralbank kurzfristig neue Maßnahmen beschließen wird, kann nicht davon ausgegangen werden, dass diese bereits in wenigen Wochen greifen. Vor allem einige südeuropäischen Staaten haben nach wie vor ein großes Haushaltsdefizit, das ausgeglichen werden muss. Ein solcher Ausgleich kann nur erreicht werden, wenn die Wirtschaft stabilisiert und die Konjunktur angekurbelt wird. Dies jedoch ist ein eher langfristiger Prozess, der durchaus mehrere Monate in Anspruch nehmen kann. Es ist daher nicht davon auszugehen, dass die Zentralbank bereits in diesem Jahr eine Wende der Zinspolitik einläuten und die Leitzinsen erhöhen wird. Sollten die Ziele erreicht werden, könnte es frühestens im Jahr 2017 so weit sein. Für Kreditnehmer bedeutet dies, dass sie sich noch über einen längeren Zeitraum hinweg günstige Kredite sichern können. Sparer hingegen sollten sich nach Alternativen zum niedrig verzinsten Tagesgeldkonto umsehen bzw. den Tagesgeldvergleich nutzen, um attraktivere Angebote zu finden.

  

Die Angebote am Markt für Tagesgeldkonten prüfen

 
Auch wenn die Leitzinsen für alle Banken einheitlich niedrig sind, gibt es durchaus große Unterschiede bei der Verzinsung von Tagesgeldkonten. Während viele Filialbanken und Sparkassen vor Ort die Zinsen bereits auf 0,0 Prozent gesenkt haben, ist es bei Direktbanken und auch Auslandsbanken durchaus möglich, Zinsen von 1,0 – 2,0 Prozent zu erhalten. Anleger, die ihr Geld für mehrere Jahre investieren können, haben mit Festgeldkonten sogar die Möglichkeit, noch höhere Zinssätze zu erzielen. Besonders attraktiv, so zeigt der Tagesgeld-Vergleich, sind die Neukunden-Angebote einiger Banken. Die Zinsen werden hier nicht nur für einen gewissen Zeitraum garantiert, sie liegen in dieser Zeit oft auch über dem Marktdurchschnitt. Schließlich wollen die Banken ja neue Kunden gewinnen und geben dafür auch gern etwas Geld aus. Bei einigen Angeboten sind sogar Startguthaben verfügbar, die den Zinsertrag nochmals steigern.

 

Tagesgeld-Hopping kann durchaus interessant sein

 

Wichtig ist bei derartigen „Sonderangeboten“ natürlich, die Entwicklung der Zinsen zu verfolgen und zu reagieren, sollten diese zu stark sinken. Vielfach werden die Konditionen nach Ablauf des Festzinszeitraums nämlich deutlich gesenkt, oftmals sogar unter den Marktdurchschnitt. In einem solchen Fall sollten Anleger sofort reagieren und die Angebote erneut überprüfen. Da nahezu alle Tagesgeldkonten mittlerweile problemlos online abschließbar sind, kann nun ein neues Top-Angebot ausgewählt und abgeschlossen werden. Sobald das alte Tagesgeldkonto aufgelöst und das Geld wieder verfügbar ist, kann die neue Anlage eingezahlt werden. Man spricht in diesem Zusammenhang auch vom Tagesgeld-Hopping, das durchaus interessant sein kann. Zwar ist hiermit einiger Aufwand verbunden, die Zinserträge aber können sich sehen lassen. Attraktiv sind in diesem Zusammenhang nicht nur Tagesgeldkonten im Inland, sondern auch Konten bei Banken im Ausland. Und da europaweit eine gesetzliche Einlagensicherung in Höhe von 100.000 Euro gilt, sind die Risiken auch stark begrenzt.

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