Geldmarktfonds versprechen seit Jahren die ideale Lösung für kurzfristige Geldanlagen zu sein: Sie locken mit scheinbar guten Renditen und werben mit Sicherheit. Beides sind falsche Versprechungen geldhungriger Fondsgesellschaften. Denn an einem Geldmarktfonds verdient, wie bei Fonds üblich, vor allem einer: Die Fondsgesellschaft
Frankfurt, 25. September 2009 - tagesgeldkonto.de warnt eindringlich vor einer Geldanlage in sogenannte Geldmarktfonds. Diese Erfindung der Fondsindustrie verspricht Sicherheit und Rendite und wirbt dabei mit einem Aspekt, von dem Tagesgeldkonto Inhaber schon seit eh und je profitieren: Kurzfristige Verfügbarkeit.
Geldmarktfonds: Ein Prinzip wie bei jedem anderen Fonds
Ein Geldmarktfonds funktioniert prinzipiell wie jeder andere Fonds auch: Sie vertrauen Ihr mehr oder weniger hart verdientes Geld einer Fondsgesellschaft an, die mit diesem Geld auf Einkaufstour geht: Bankanleihen, forderungsbesicherte Anleihen, Papiere mit längerer Laufzeit usw. werden munter eingekauft. Einen Teil der Rendite behält die Fondsgesellschaft, einen anderen Teil erhalten Sie ausbezahlt. Eine feine Sache, werden Sie denken: Warum soll die Fondsgesellschaft nicht auch mitverdienen, wenn sie dafür Sorge trägt, dass die Geldanlage eine gute Rendite einfährt?
Geldmarktfonds: Renditeschwach, unsicher und nicht immer verfügbar
Und genau hier räumen wir mit einer seit Jahren gepflegten Behauptung auf, die schlichtweg falsch ist: Die Rendite von Geldmarktfonds hat nach unserer langjährigen Beobachtung hochverzinste Tagesgeldkonten so gut wie nie geschlagen. Im Gegenteil: Bereits im Jahr 2007 haben wir auf das Verlustrisiko bei Geldmarktfonds hingewiesen (Artikel vom 09. September 2007: Geldmarktfonds, rentabel, sicher und jederzeit verfügbar? ) und dringend abgeraten. So berichtete die FAZ am 04. September 2007 unter anderem über Wertverluste des ABS-Fonds der BNP Paribas: Dieser hat in der Zeit vom 11. Juli bis 30. August 2007 einen Wertverlust von 7,7 Prozent hinnehmen müssen. Der Fonds wurde darüber hinaus vom 07. August 2007 bis Ende August 2007 geschlossen.
Finanzkrise: Den Geldmarktfonds geht es an den Kragen
Der Grund für die damaligen drastischen Verluste waren die Turbulenzen am amerikanischen Immobilienmarkt. Die Frage, wie sich Geldmarktfonds mitten in der schwersten Krise seit der Nachkriegszeit schlagen, ist also mehr als berechtigt. tagesgeldkonto.de richtet nach über zwei Jahren wieder den Blick auf die Geldmarktfonds und kommt - wenig überraschend - zu ernüchternden Erkenntnissen:
- Die Bundesregierung sprach im Oktober 2008 eine Garantie auf Spareinlagen
aus, Investmentfonds wurden hierbei nicht genannt. Infolge dessen
verzeichneten Geldmarktfonds deutliche Mittelabflüsse.
- Der niedrige Leitzins der EZB hat eine niedrige Verzinsung der Geldmarktfonds
zur Folge. Da bei Geldmarktfonds die Fondsgesellschaften mitverdienen
möchten, bleibt für den Anleger im Idealfall eine Mini-Rendite übrig, die
lachhaft ist. Frau Natalia Wolfstetter, Analystin bei der Fondsratingagentur
Morningstar, bestätigt: "Geldmarktfonds sind eigentlich nicht konkurrenzfähig
mit Festgeld oder Termingeld".
- Seit Jahresbeginn zogen Anleger rund 17 Mrd. EUR aus Geldmarktfonds ab -
zurzeit verwalten Geldmarktfonds noch 64 Mrd. EUR
Tagesgeld: Es gibt keine bessere Alternative
Es ist wirklich einfach, aber man kann es nicht oft genug sagen: Mit Tagesgeldkonten fahren Sie am besten.
Die Vorteile: Sicher wie ein Sparbuch, täglich verfügbar, hohe Rendite - also alles Vorteile, die Sie in ihrer Gesamtheit weder mit einem Sparbuch noch mit Geldmarktfonds erreichen werden. Und warum Banken dennoch gerne Sparbücher und Geldmarktfonds verkaufen ist klar: Über Sparbücher kommen Banken günstig an Ihr Erspartes und über Geldmarktfonds verdienen Banken Geld. Deshalb: Hände weg von Geldmarktfonds. Lassen Sie sich von Ihrem Bank"berater" nicht in die Irre führen. Er will im Zweifel nur Ihr Bestes: Ihr Geld! (cs)
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