Zu hohe Inflationsgefahr ist der Hauptgrund, warum die europäische Zentralbank (EZB) und die Bank of England (BoE) die Zinsen erhöht haben. Am 03. August 2006 hob völlig überraschend die BoE ihren Zins von 4,5 auf 4,75 Prozent an. Es war der erste Zinsschritt nach oben seit zwei Jahren. Die EZB erhöhte ebenfalls um 25 Basispunkte auf nun 3,00 Prozent.
Die US-Notebank (Fed) legt derweil erstmals seit 2 Jahren eine Zinspause sein: Beim Zinsentscheid am 08. August entschloss sich die Fed, den Leitsatz unverändert bei 5,25 Prozent zu belassen. Im Gegensatz zur BoE und zur EZB stuft die Fed nicht das Inflationsrisiko als Priorität ein, sondern das Wachstumsrisiko. Die EZB signalisierte jedoch, dass sie auf längere Sicht eine Pause bei den Zinserhöhungen einlegen könnte.